ASV-Damen sind Regionalliga-Meister

Vor gerade mal zwei Jahren wurde das Team gegründet, im vergangenen Jahr waren sie bereits Vizemeister und jetzt kam die Krönung: Die Damen des ASV Köln sind Meister der Regionalliga West.
Am letzten Spieltag der Saison 2010/2011 stand für die Teams der Regionalliga noch mal ein Mammut-Programm auf dem Plan: Drei Spiele musste jede Mannschaft in Berkersheim hinter sich bringen.

Der ASV Köln traf im ersten Spiel auf die SSF Bonn. Äußerst nervös präsentieren sich die Kölnerinnen zu Beginn dieser Partie. Man spürte den Druck, der auf den Spielerinnen lastete - die Mannschaft wollte Meister werden, doch dieses Ziel hemmte sie mehr, als dass sie dadurch angespornt wurden. Es dauerte bis zu 9. Minute ehe sich Nina Pfelzer ein Herz fasste und das 1:0 besorgte. Dies war auch der Halbzeitstand. In der 3. Minute der 2. Halbzeit fiel der Ausgleichstreffer. 30 Sekunden später die erneute Führung des ASV durch Minna Sankari. Der Befreiungsschlag kam aber erst in der 8. Minute. Caroline Lieber dribbelte durch die komplette Bonner Defense und schoss das 3:1. Danach zeigten die ASV-Mädels endlich ihr wahres Gesicht. Nach Treffern von Veronika Kaunisaho (Assist: Cathrin Gutmann), Caroline Lieber nach Vorarbeit von Elena Krumscheid, die selbst den Schlusspunkt nach Vorlage von Nina Pfelzer setzte, fiel das Endergebnis mit 6:1 doch noch deutlich aus.

Noch deutlicher wurde es im zweiten Spiel gegen Gastgeber TSV Berkersheim. Die 1. Halbzeit war zwar noch überschaubar (Pausenstand 2:0, durch Tore von Larissa Kühn und Elena Krumscheid), doch in der 2. Halbzeit folgte ein wahrer ASV-Sturmlauf auf das gegnerische Tor. Treffer von Larissa Kühn, Julia Isaak, zwei Mal Caroline Lieber, Nina Pfelzer, Anna Schulte-Herbrüggen und Minna Sankari sorgten für den deutlichen 9:0-Erfolg des ASV Köln. Ein besonderes Lob ging nach diesem Spiel an Goalie Angela Buchholz, die mit großartigen Paraden dafür sorgte, dass „die Null hinten stand“.

Das letzte Spiel des Tages war gleichzeitig das Finale. Besser hätte man den Spielplan nicht gestalten können: Der ASV Köln, Tabellenerster, trat gegen den Tabellenzweiten BW Aasee an. Die Spiele dieser beiden Teams sind immer Spiele auf Augenhöhe, man kennt und respektiert sich. Unverständlicherweise waren die nur zu fünft angetretenen Gegnerinnen in der 1. Halbzeit Ton angebend. Sie waren immer einen Schritt schneller am Ball und wesentlich lauffreudiger als die 14 Kölnerinnen. So war es nur eine Frage der Zeit, dass das 0:1 aus Sicht des ASV fiel (9.min). Ein Schock und gleichzeitig der Weckruf für die ASV-Mädels, die im Anschluss endlich konzentrierter und agiler zu Werke gingen. Das wurde belohnt: 13. Minute Pass von Caroline Lieber auf Elena Krumscheid – der Ausgleich. Fünf Minuten später dann noch der Führungstreffer von Anna Schulte-Herbrüggen nach Pass von Kapitän Julia Isaak. Nach der Halbzeitpause kam es zum offenen Schlagabtausch zwischen Köln und Aasee. ASV-Goalie Manuela Stüßer zeigte in dieser Phase (genau zur richtigen Zeit) eine ihrer besten Saisonleistungen und ließ die gegnerischen Stürmerinnen ein ums andere Mal verzweifeln. Neun Minuten waren in der 2. Halbzeit gespielt, als Caroline Lieber den ASV mit ihrem fünften Tor an diesem Tag ein Stückchen näher an die Meisterschaft schoss (3:1). Direkt im Anschluss hatten sowohl Gudrun Herzog als auch Tanja Mucha weitere dicke Chance, doch die Aasee-Torhüterin war immer wieder auf dem Posten. Beim Schuss von Cathrin Gutmann kam sie aber schlussendlich doch zu spät – der platzierte Schlenzer schlug direkt im Winkel ein (4:1). Danach verließen BW Aasee die Kräfte und der ASV Köln hatte leichtes Spiel. Ein weiteres Tor von Nina Pfelzer und der Schlusspunkt von Elena Krumscheid sorgten für den, ehrlicherweise etwas zu hoch ausgefallenen, 6:1-Sieg.

Trainer Daniel Mahnken zur Saison: „Ich bin sehr zufrieden. Die Saison hat gezeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Mein Ziel ist es, mit den Mädels die Erfolgsleiter immer weiter nach oben zu steigen – Schritt für Schritt. Letzte Saison Regionalliga-Vizemeister und 3. Platz bei der DM. In dieser Saison unser Debüt im Großfeld-Pokal, wo wir auf Anhieb Dritter wurden. Jetzt die Meisterschaft in der Regionalliga und Ende Mai kommt noch die DM. Da ist eine klare Tendenz nach oben zu erkennen und das freut mich. Allerdings ist es auch kein Wunder: Meine Mädels arbeiten hart für diese Erfolge. Sie kommen regelmäßig zum Training, investieren Zeit und Energie in Floorball – da ist es einfach nur schön zu sehen, wie sie sich bei den Spielen dann selbst belohnen.“

 

damen-siegerbild

+Daniel Mahnken

Spiele FBL Damen West

Sponsoren

uhs-logo_090727_2

Verbände

fvd-logo-150_091107_06

nwuv_grosslogo

ASV Köln Floorball auf Facebook