Erfolgreicher Start ins „Abenteuer Großfeld“

Die ASV-Damen tanzen nun auf allen Hochzeiten: Am vergangenen Sonntag fand der Auftakt zum Floorball Deutschland Cup in Lilienthal statt. Zum ersten Mal treten die Kölner Damen in dieser Saison auf dem Großfeld an. Mit dabei: Neuzugang Caroline Lieber, die nach einem Auslandsaufenthalt vom TV Refrath zum ASV gewechselt ist und die Münsteraner Gastspielerin Berit Paulsen. Sie ist aktuelle U19-Nationalspielerin und soll sich bei den Einsätzen im Dress des ASV Köln Spielpraxis holen.
Die Premiere begann gleich mit einem Paukenschlag. Als Auftaktgegner wartete der TV Eiche Horn Bremen. Der Deutsche Meister im Kleinfeld trat in Bestbesetzung an. Taktisch gut eingestellt ließen die ASV-Mädels kaum Angriffe der Bremerinnen zu und konnten selbst einige Male gefährlich vor das gegnerische Tor kommen. In der 4. Minute gingen dann allerdings die Bremerinnen durch einen katastrophalen Fehler in der Kölner Defense in Führung. Die ASV-Damen ließen sich aber nicht von ihrem Weg abbringen und spielten weiter diszipliniert nach vorne. Die Kölnerinnen konnten sich noch einige Male stark über die Flügel durchsetzen, scheiterten aber jedes Mal an der gut aufgelegten Bremer Torhüterin. Sechs Sekunden vor der Drittelpause das alte Problem der ASV-Mädels. Die Konzentration hatte nachgelassen und Bremen gelang durch einen Weitschuss der 2:0-Führungstreffer. Kurios: Erzielt wurde er von Nina Pfelzer, die gerade zum ASV Köln gewechselt ist. Aufgrund einer Besonderheit in den Transferbestimmungen zum Floorball Deutschland Cup spielt sie aber noch bei Bremen.
Nach der Pause machten die Kölnerinnen mehr Druck. Bremen versuchte fast ausschließlich über die Bande ins Spiel zu kommen, die sich daraus ergebenden Lücken in der Mitte wollten nun die Kölnerinnen nutzen. Das gelang perfekt: Nach einem schönen Pass von Berit Paulsen auf Centerin Caroline Lieber, leitete diese den Ball schnell auf Flügelspielerin Tanja Mucha weiter. Sie setzte sich an der Bande durch und passte den Ball auf die im Slot wartende Johanna Frielingsdorf. Nur noch 1:2. Im letzten Drittel sahen die Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe. Die Kölnerinnen konnten das Spiel nun offen gestalten. Doch letztendlich ließ die routinierte Bremer Mannschaft nichts mehr anbrennen.

Statistik: http://statistik.floorball.de/index.php?seite=game&game=204

 

Im zweiten Spiel des Tages traf der ASV Köln auf den MTV Mittelnkirchen. Die ASV-Damen ließen Mittelnkirchen das Spiel machen und warteten auf ihre Chance, nach Ballgewinn schnell und kraftvoll hinter das gegnerische Tor zu ziehen. Von dieser Position, so die Vorgabe von Trainer Daniel Mahnken, sollten die Kölner Spielerinnen harte Pässe in den Slot spielen. Die Taktik ging auf: 4. Minute, Berit Paulsen erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball, zog hinter das Tor und passte in den Slot. Dort stand Gudrun Herzog goldrichtig. 1:0. In der 13. Minute war es erneut Berit Paulsen, die aus der Hinter-Tor-Position in den Slot passt. Diesmal auf Johanna Frielingsdorf, die zum 2:0 traf. 30 Sekunden nach der ersten Drittelpause startete Berit Paulsen zum dritten Mal hinter das Mittelnkirchener Tor. Wieder kam der präzise Pass in den Slot, den nun Julia Isaak verwerten konnte. 3:0. Danach griff Mittelkirchen höher an und versuchte, die ASV-Abwehr unter Druck zu setzen. Tatsächlich ging die taktische Ordnung dadurch fast komplett verloren. Köln ließ sich vom hektischen Spiel der Gegnerinnen anstecken. Nach zwei Minuten des zweiten Drittels gelang dem MTV Mittelnkirchen der Anschlusstreffer. Nach diesem „Wachrüttler“ fingen sich die ASV-Mädels allerdings wieder und ließen bis zum Ende keine weiteren Torchancen ihrer Gegnerinnen zu. Trainer Daniel Mahnken zeigte sich sehr zufrieden nach dem Spieltag: „Meine Mannschaft hat zwei wirklich gute Spiele gezeigt. Bis auf das zweite Drittel gegen Mittelnkirchen, haben die Spielerinnen die taktischen Vorgaben beachtet und umgesetzt – das war in der Vergangenheit nicht immer so. Auch daran sieht man die großen Fortschritte, die die Damen in den letzten Monaten gemacht haben. Besonders gefreut hat mich der gute Einstand unseres Neuzugangs Caroline Lieber, die als Centerin sofort eine Schlüssel-Position in der Mannschaft übernommen hat. Man merkt schon jetzt: Sie tut unserem Spiel gut. Außerdem möchte ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, das nicht direkt etwas mit den Spielen zu tun hat. Wie die beiden jungen Spielerinnen, Caroline und Berit, aufgenommen wurden ist wirklich erstklassig.“

Statistik: http://statistik.floorball.de/index.php?seite=game&game=206

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