Regionalliga West: Spieltag der Extreme

Der 4. Spieltag der Regionalliga West führte die ASV-Mädels diesmal nach Münster, wo sie zunächst auf die neu gegründete und noch unerfahrene Mannschaft aus Holzbüttgen trafen. Anders als üblich starteten die Kölner Damen dynamisch und konzentriert, so dass es nach weniger als 2 Minuten bereits 4:0 stand. Auch nach diesem Blitzstart nahmen die technisch sichereren und erfahreneren Spielerinnen aus der Domstadt nicht das Tempo und den Druck aus dem Spiel, folglich stand es zur Halbzeitpause 12:0. Der Seitenwechsel und der sehr rutschige Hallenboden konnten der Spielfreude keinen Abbruch tun. Die ASVlerinnen ließen den Ball schön durch die eigenen Reihen laufen, trafen aus allen Lagen und auch die Defensive agierte souverän. Dass Holzbüttgen jedoch auch treffen kann, zeigte sich in der 36. Minute, als sie den Ehrentreffer erzielten. Nach 40 Minuten stand es dann 25:1. Für den ASV punkteten Caroline Lieber (4+3), Elena Krumscheid (4+2), Nina Pfelzer (4+1), Carola Kaiser (5+0), Cathrin Gutmann (3+1), Larissa Kühn (2+2), Anna Schulte-Herbrüggen (2+1), Julia Isaak (0+2) und Carolin Henze (0+1).
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Nach einer langen Pause standen schließlich den ASVlerinnen die zu dem Zeitpunkt zweitplatzierten Gastgeberinnen aus Münster gegenüber. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass dieses ein Spiel auf Augenhöhe sein würde. Beide Mannschaften wollten unbedingt den Sieg, beide hatten aber auch sichtlich Probleme mit dem rutschigen Hallenboden, der u.a. abrupte Richtungswechsel unmöglich machte.

In der 7. Minute gab es einen Freischlag für Köln aus gut 5 Meter Entfernung vor dem Münsteraner Tor, den Nina Pfelzer umgehend ausführte und schön auf Cathrin Gutmann auflegte, die eiskalt zum 1:0 verwandelte. In der Folgezeit drückten beide Mannschaften und es ergaben sich Chancen auf beiden Seiten. Zwei Absprachefehler in der Kölner Defensive führten dann jedoch zum 1:2-Rückstand. Halbzeitpause.

Die guten Vorsätze für die zweite Halbzeit konnten dann leider nicht umgesetzt werden, so dass es nach kurzer Zeit bereits 1:4 für Münster stand. Das altbekannte Problem der Chancenverwertung war plötzlich wieder genauso präsent wie Unfähigkeit, sich 100%ig zu konzentrieren. Etwa zur Mitte der zweiten Halbzeit dann ein etwas ungewohntes Bild: gespielt wurde 2 vs. 2. Grund dafür waren gleichzeitige 2 Minuten-Strafen jeweils gegen Münster und gegen Köln. Dieses Intermezzo blieb weitgehend spannungsfrei, doch fast umgehend nachdem die alte Ordnung wieder hergestellt war, schloss Nina Pfelzer nach perfektem Pass von Cathrin Gutmann unhaltbar aus halblinker Position zum 2:4 ab. In der Folgezeit fehlte dem Kölner Spiel jedoch weiterhin die Leichtigkeit, woran weder eine Auszeit, noch das sehenswerte Solo von Larissa Kühn mit Torabschluss viel ändern konnten: am Ende hieß es 3:5 für Münster.
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„Wir haben das Spiel früh aus der Hand gegeben und über weite Strecken nur geguckt, was die Münsteranerinnen machen und darauf reagiert, aber nicht selber agiert“, resümierte nach dem Spieltag für die enttäuschten Kölnerinnen der wieder einmal fehlerfrei agierende Goalie Manuela Stüßer. „Für das Selbstbewusstsein unserer Stürmerinnen und für unser Torverhältnis war das erste Spiel natürlich sehr wichtig, aber am Ende des Tages haben wir einfach 3 Punkte zu wenig auf dem Konto.“

Die Kölnerinnen fuhren also nach dem weitaus höchsten Sieg und der ersten Niederlage in der Regionalliga mit durchaus gemischten Gefühlen wieder nach Hause.

+Daniel Mahnken

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