Zwei Siege: ASV-Damen zeigen ihr wahres Gesicht

Schon der Auftakt zum 2. Spieltag der Regionalliga West war für die Floorball-Damen des ASV Köln perfekt. Endlich konnten sich die Spielerinnen in ihren neuen Outfits zeigen. Die Freude darüber war riesengroß. In Zukunft ziert das Logo des Design-Labels „tolle ting“ die Trikots der Mädels - ein fliegendes Herz.

Das nahmen sich die Damen offenbar zum Vorbild und spielten in der ersten Partie des Tages gegen Bonn beherzt auf. Der ASV übte von Beginn an Druck auf Bonn aus, doch ein Tor gelang den Linksrheinischen nicht. Stattdessen erzielte Bonn nach einem Konter den überraschenden 1:0-Führungstreffer nach fünf Minuten. Es dauerte bis zur 10. Minute als zunächst Aline Grafe und 30 Sekunden später Veronika Kaunisaho per Doppelschlag die Kölnerinnen in Führung brachten. Halbzeit.

Nach der Pause waren die Bonnerinnen mit Gedanken schon auf dem Platz, als Köln noch schlief. Folge: Das 2:2 in der 21. Minute. Die ASV-Mädels stemmten sich mit aller Macht gegen den drohenden Rückstand und erkämpften sich die Hoheit auf dem Platz zurück. Nun folgten vier Minuten voller Floorball-Leidenschaft und Torwillen. 23. Minute, Veronika Kaunisaho, 3:2. 25. Minute, das erste Tor von Nina Pfelzer im ASV-Dress, 4:2. 26. Minute, erstes Tor für Caroline Lieber für den ASV. 27. Minute, erneut Nina Pfelzer, 6:2. Mit Wiederanpfiff gelang den Bonnerinnen ein weiterer Treffer. Danach spielte Köln ruhiger und nicht mehr so druckvoll nach vorne. Bonn schaffte es aber nicht, Köln in Bedrängnis zu bringen. Im Gegenteil: In der 34. Minute war es wieder Nina Pfelzer, die das 7:3 besorgte, bevor Cathrin Gutmann in der 37. Minute den Schlusspunkt setzte.

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Im Anschluss an die Partie eine kuriose Situation. Trainer Daniel Mahnken verabschiedete sich von der Mannschaft, um zu seinem eigenen Spiel der Herren im rund 350 Kilometer entfernten Steinkirchen zu fahren. Die seit ihrer Verletzung auf dem Platz schmerzlich vermisste Elena Krumscheid übernahm an der Bande und lieferte ein denkwürdiges Trainer-Debüt ab. Hier ist ihr Bericht:

Im zweiten Spiel des Tages trafen die Damen des ASV auf die Mannschaft aus Berkersheim.

Im Hinspiel mussten sich die Kölner Damen in der Verlängerung mit 3:2 geschlagen geben. Das Ziel des Rückrundenspiels konnte deshalb nur der Sieg sein. Und um das Ende dieses Artikels schon einmal vorweg zu nehmen: Das Ziel wurde erreicht – wenn nicht sogar noch mehr:

Beide Mannschaften kamen sehr gut ins Spiel. Die Kölner Damen ließen den Ball gekonnt durch die Reihen laufen und traten sogleich souverän auf.

Dem ohnehin schon sicheren Auftreten der Kölner Damen gab ein aus Berkersheimer Sicht fataler Absprachefehler in der Berkersheimer Defense Aufwind: Das 1:0 aus Kölner Sicht war ein Eigentor der Damen aus Hessen.

Die neue Spielerin des ASV, Nina Pfelzer, knüpfte an ihre guten Leistungen aus dem ersten Spiel gegen Bonn an, nutzte die Unkonzentriertheit der Berkersheimer Torhüterin und netzte nach einem platzierten Pass durch den zweiten Kölner Neuzugang, Caroline Lieber, zum 2:0 ein. Kurz darauf erzielten erneut Nina Pfelzer und die angriffsstarke Gudrun Herzog das dritte und vierte Tor für die Damen im neuen weiß/schwarzen „tolle ting“-Dress.

Dem Berkersheimer Trainer schien das Spiel seiner Mannschaft absolut nicht zu gefallen. Er nahm eine Auszeit – die zeigte Wirkung: Es fiel das 4:1. Die Berkersheimer Damen nutzten eine Unsicherheit in der Kölner Defense: Goalie Angela Buchholz parierte gut, konnte letztlich aber das 4:1 nicht verhindern.

Auf der Kölner Bank wurde es bei diesem Spielstand unruhig: Zwar boten drei Tore Vorsprung einen vermeintlich komfortablen Vorteil. Die Berkersheimer Mannschaft hatte bisher aber immer bis zur letzten Minute überzeugen können, so dass sich alles andere als Entspannung breit machte.  

Der sehr guten Abwehrarbeit der Kölnerinnen Julia Isaak, Veronika Kaunisaho und Aline Grafe war es zu verdanken, dass Goalie Angela Buchholz in den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit nur hin- und wieder ihr Können unter Beweis stellen musste.

Aline Grafe war es schließlich, die das Spiel wieder beruhigte und den Spielstand auf 5:1 erhöhte. Sie nutze einen der vielen Gegenangriffe der Berkersheimer Damen, setzte sich souverän an der Bande durch und schloss ins lange Eck ab.

Veronika Kaunisaho schickte die Damen mit einem Spielstand von 6:1 in die Halbzeit: Cathrin Gutmann nutzte den Spielraum hinter dem Berkersheimer Tor und gab einen schönen Pass auf Kaunisaho, die im Slot goldrichtig stand, um die Führung auszubauen.

Jetzt galt es, die Nerven zu bewahren, den Spielstand zu interpretieren und den Sieg bis über die zweite Hälfte zu retten. Den Kölner Damen war klar, dass die Berkersheimer Mannschaft jetzt noch einmal Druck aufbauen würde. In den Kölner Reihen stellte man sich auf schnelle Gegenangriffe und platzierte Schüsse - wie man sie von den Berkersheimer Routiniers gewohnt war - ein.

Immer wieder kamen die Berkersheimer Damen dem Kölner Tor gefährlich nahe, der Beginn der zweiten Halbzeit war in Berkersheimer Hand. Die Berkersheimer Damen spielten noch einmal wie erwartet auf und forderten die Einsatzbereitschaft der Kölnerinnen.

Die Kölner Torhüterin Angela Buchholz bekam noch einmal viel Arbeit. Letztlich verzweifelten die Berkersheimer Angreiferinnen aber an ihr und Buchholz bot nicht noch einmal den Grund zum Jubel.

Anders die Bilanz aus Kölner Sicht:

Erneut war es Nina Pfelzer, die den ASV zum 7:1 schoss. Gekonnt dribbelte sie sich durch die Berkersheimer Defense und schloss mit einem schönen Schuss in das lange Eck ab.

Gudrun Herzog folgte dem guten Beispiel: Gleich zweimal hintereinander zeigte sie ihr Können und netzte für den ASV zum achten und neunten Mal in diesem Spiel ein.

Insgesamt drückten die Kölnerinnen dem Spiel ihren Stempel auf und gingen zu Recht als strahlende Siegerinnen vom Platz.

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