Sieg in der letzten Sekunde verschenkt

Fassungslos blickten die ASV-Floorballer auf die Anzeigetafel. Die Uhr zeigte 59:59 min an und die Kölner hatten soeben den 3:3 Ausgleich kassiert. Eine Sekunde vor Schluss hämmerte WFC-Spieler Juris Krastins den Ball aus kurzer Distanz über die Linie und ermöglichte seinem Team somit die Verlängerung. Kollektives Kopfschütteln auf der Kölner Bank, denn schon im Hinspiel am 23. Oktober hatte die Truppe von Coach Niklas Eriksson acht Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer kassiert.

Dabei begann die Bundesliga-Partie am Sonntagnachmittag in der Sporthalle der Südschule in Kamen für den ASV Köln relativ vielversprechend. Das erste Drittel endete zwar torlos, doch die Kölner, die erstmals in ihren roten Trikots aufliefen, gaben über weite Strecken den Ton an und erspielten sich zahlreiche Chancen. Leider blieben diese – wie schon so oft in dieser Saison – ungenutzt.

  
"Kopf hoch, Jungs" -
Captain Janik Pfeiffer ermutigt sein Team

In der 29. Minute zappelte der Lochball endlich im WFC-Gehäuse. Tompa Schloeßer ließ sein Team nach Vorarbeit von Flo Behler zum ersten Mal jubeln. Nur 40 Sekunden später erhöhte Manu Spröwitz, die im Slot auf den Pass von Flo Behler lauerte, auf 2:0. In der 40. Minute brachte Alexander Panzer nach einem schönen Distanzschuss den Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff wieder ins Spiel zurück (1:2). Den besseren Start in die vermeintlich finalen 20 Minuten der Partie erwischte der ASV. In der 47. Minute fasste sich ASV-Verteidiger Gerrit Fechtner ein Herz und schoss aus der zweiten Reihe und zentraler Position auf das Tor der Gäste. Ein WFC-Verteidiger lenkte den Ball ab und lupfte ihn unglücklich in den eigenen Kasten – 1:3 für den Gast aus Köln. Drei Minuten später – der ASV spielte nach einer Strafe gegen Matthias Raulf in Unterzahl – erzielte der WFC den 2:3 Anschlusstreffer. Nun begann das große Zittern. Den ASV-Floorballern gelang es nicht, das Zepter in die Hand zu nehmen und den Ball ruhig und kontrolliert in den eigenen Reihen laufen zu lassen. Auch die offensiven Bemühungen waren größtenteils überhastet und kopflos. Nach 58:36 Minuten musste Flo Behler nach einem harmlosen Stockschlag zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Die WFC-Akteure witterten ihre letzte Chance, ersetzten den Goalie durch einen sechsten Feldspieler und bestürmten das Kölner Tor. Mit Erfolg – eine Sekunde vor dem Abpfiff war der Ball drin.

Die Kölner waren von dem abermaligen Last-Minute-Tor sichtlich geschockt. Die Westfalen profitierten von ihrem psychologischen Vorteil und beendeten die Partie in der sechsten Minute der Verlängerung mit ihrem vierten Treffer.

Die ASV-Floorballer stehen nach sieben Spielen in der 2. MaXxPrint-Bundesliga Nord mit 14 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Mittelnkirchen/Stade am 19. Februar 2011 vor heimischem Publikum (18.30 Uhr, ASV-Halle) möchten die Kölner den Vorsprung auf das Verfolger-Team aus Neuwittenbek ausbauen und einen wichtigen Schritt Richtung Aufstiegs-Playoffs machen.

 

Für den ASV spielten: Tim Lentfer, Jan Ehmann, Daniel Mahnken, Thomas Schloeßer, Janik Pfeiffer, Hannes Mützelfeldt, Heikki Lotti, Gerrit Fechtner, Matthias Raulf, Florian Behler, Manuela Spröwitz, Tuomas Kosola, Marcel Obry, Sergej Simon

 

Die Tore:

28:58           0:1     Tompa Schloeßer (Flo Behler)

29:38           0:2     Manu Spröwitz (Flo Behler)

39:41           1:2     Alexander Panzer

46:12           1:3     Eigentor

49:22           2:3     Tobias Wangemann (Andreas Ritter)

59:59           3:3     Juris Krastins (Raven Hoffmann)

65:56           4:3     Raven Hoffmann (Viktor Klewno) 

Ergebnisse 2BL Herren

Tabelle 2.BL

2. MaXxPrint FBL Herren Nord-West 12/13

# Team Sp. Pkt.
1 ASV 0 0
1 DF 0 0
1 FB 0 0
1 SGM 0 0
1 SSC 0 0
1 SSF 0 0
1 TSV 0 0
1 WFC 0 0

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