Pokal-Sensation knapp verpasst!

Auf dieses Endergebnis hätte vor dem Spiel niemand getippt. Mit einer knappen 2:3 Niederlage gegen den Bundesligisten und vierfachen Deutschen Meister MFBC Löwen Leipzig verabschiedeten sich die ASV-Floorballer am Samstagabend erhobenen Hauptes aus dem diesjährigen Pokal-Wettbewerb.

Zum ersten Mal in dieser Saison präsentierten sich die Kölner von Beginn an hellwach. Die Hausherren standen kompakt und hielten sich diszipliniert an die vorgegebene Taktik. Die Marschroute gegen das technisch, taktisch und physisch überlegene Spitzenteam aus Leipzig war klar: In die eigene Hälfte zurückziehen, den Gegner im Spielaufbau stören und nicht zum Abschluss kommen lassen. In der Offensive setzen die Kölner auch gegen den aktuellen Tabellendritten der Bundesliga auf ihre Konterstärke. Der Plan ging auf. Den Leipzigern gelang es aufgrund einer konzentrierten und engagierten ASV-Defensivarbeit kaum, gefährliche Schüsse auf Goalie Jan Ehmann abzufeuern. Erst in der 11. Spielminute gingen die Gäste nach einem Freischlag mit 1:0 in Führung. In der 13. Minute beförderte ausgerechnet die ehemalige Leipzigerin Manuela Spröwitz den Ball zum viel umjubelten 1:1 Ausgleich über die Torlinie. Zweieinhalb Minuten vor Ende des ersten Drittels landete ein unglücklich abgefälschter Ball im Kölner Gehäuse – 2:1 für Leipzig.

Auch im zweiten Drittel kämpften die Lokalmatadoren wie die Löwen. Immer wieder erarbeiteten sie sich durch geschicktes Stellungsspiel Konterchancen. Hatten die Kölner den Ball erobert, marschierten sie mutig in die gegnerische Hälfte und suchten den Abschluss. Ausgelassener Jubel in der 38. Minute: ASV-Kapitän Timo Javanainen netzte tatsächlich zum 2:2 ein. Die zweiten 20 Minuten entschied der Gastgeber somit mit 1:0 für sich.

Die Sensation lag in der Luft. Die Löwen wurden zunehmend ungeduldiger, verloren sich in Einzelaktionen und haderten mit sich selbst. Die Gastgeber ließen sich davon nicht anstecken und konzentrierten sich weiterhin auf ihr Spiel. Fünf Minuten vor dem Abpfiff war MFBC-Torgarant Christian Fritsche zur Stelle und brachte den Bundesligisten mit 3:2 in Führung. Die Kölner drängten zwar auf den abermaligen Ausgleich, doch das Bemühen wurde nicht belohnt. Während die Leipziger nach dem Abpfiff erleichtert aufatmeten, kämpfte das Team von Coach Niklas Eriksson nach dem Pokal-Aus im Achtelfinale mit gemischten Gefühlen. Einerseits ärgerten sich die ASV-Floorballer über die verpasste Riesenchance. Schlussendlich überwog dann doch der Stolz über den starken Auftritt vor heimischer Kulisse.

Nationalspieler Janik Pfeiffer wurde nach der Partie als bester ASV-Akteur ausgezeichnet. Für ihn war es das letzte offizielle Match vor der Floorball-WM in Finnland (4.-11.12.2010).

 

Für den ASV spielten: Jan Ehmann, Tim Lentfer, Daniel Mahnken, Gerrit Fechtner, Torsten Brasch, Moritz Moersch, Janik Pfeiffer, Hannes Mützelfeldt, Matthias Raulf, Timo Javanainen, Manuela Spröwitz, Tuomas Kosola, Marcel Obry, Mathis Ringe

Die Tore:
0:1                   10:11 min Harnisch
1:1                   12:59 min Spröwitz (Fechtner)
1:2                   17:27 min Eigentor ASV
2:2                   37:51 min Javanainen (Spröwitz)
2:3                   54:53 min Fritsche (Schönnagel)

Ergebnisse 2BL Herren

Tabelle 2.BL

2. MaXxPrint FBL Herren Nord-West 12/13

# Team Sp. Pkt.
1 ASV 0 0
1 DF 0 0
1 FB 0 0
1 SGM 0 0
1 SSC 0 0
1 SSF 0 0
1 TSV 0 0
1 WFC 0 0

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